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Stand vom: 02.07.2020
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Pressemeldungen
   

Ruhr Nachrichten vom 03.06.20

Natur- und Tierschützer fordern: Hunde sollen im Wald an die Leine

Für Hunde und Hundebesitzer ist es ein Stück Freiheit, für Spaziergänger, Jogger und Naturschützer oft ein Ärgernis. Jetzt gibt es eine Initiative gegen freilaufende Hunde im Wald

Kritik gibt es zwar im Detail, grundsätzlich stimmen die Dortmunder Naturschutz- und Umweltverbände dem neuen Dortmunder Landschaftsplan aber zu, der am 18. Juni vom Rat verabschiedet werden soll. Er regelt den Umgang mit Natur und Landschaft in der Stadt.

Mit vielen Kompromissen, die das Dortmunder Umweltamt bei der Zusammenstellung des Plans eingehen musste, haben sich die Naturschützer notgetreten angefreundet. Nur bei einem Punkt sehen sie weiter Rot - und hoffen, dass die Politik noch für eine Änderung sorgt. Es wäre nicht das erste Mal.

Streitpunkt ist die Frage, ob Hunde in Naturschutzgebieten grundsätzlich an die Leine müssen. Der Landschaftsplan sieht dazu eine Regelung vor, die zwischen Wald und Nichtwald unterscheidet.

Der Hintergrund: In den alten Naturschutzgebieten gilt eine grundsätzliche Leinenpflicht für Hunde. Inzwischen wurden aber fast alle Dortmunder Wälder zu Naturschutzgebieten erklärt, in denen Hunde bislang auf den Wegen freien Auslauf hatten. Das soll jetzt auch der neue Landschaftsplan so festschreiben. Aus Sicht der Naturschutzverbände wäre das ein Rückschritt. "Die geplante Neuregelung der Hundeführung in Waldbereichen der Naturschutzgebiete führt in etlichen alten Naturschutzgebieten wie Beerenbruch, Alte Körne, Ölbachtal und an den Ruhrsteilhängen an der Hohensyburg zu einer Verschlechterung, weil Hunde auf Waldwegen dort künftig frei laufen dürfen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Naturschutzverbänden und dem Dortmunder Tierschutzverein. So entstehe die absurde Situation, dass es unterschiedliche Regelungen in ein und demselben Naturschutzgebiet gibt: Im Wald dürfen die Hunde auf den Wegen frei laufen, außerhalb des Waldes müssten sie angeleint werden. Erschwerend kommt hinzu, dass in manchen Naturschutzgebieten wie der Bolmke oft kaum zu erkennen sei, welche Wege offiziell sind und bei welchen es sich um illegale Trampelpfade handelt.

Nicht zuletzt halten die Fachleute die Auflage, dass die Hunde die Wege nicht verlassen dürften, für schlicht unrealistisch. Die Mehrheit der Hundebesitzer verhält sich aus Sicht der Natur- und Tierschutzverbände zwar verantwortungsvoll in der Landschaft. Allerdings berichten Landschaftswächter zunehmend von Vorfällen mit nicht-angeleinten Hunden. "Selbst wir können für von uns selbst gut ausgebildete Hunde keine Garantie geben, dass sie auf den Wegen bleiben", stellt die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Erika Scheffer, fest. "Wenn da ein Eichhörnchen den Weg kreuzt oder es irgendwo raschelt, sind die Hunde weg."

Der Streit ist nicht neu. Schon 2004 und 2005 hatte die Verwaltung versucht, die jetzt erneut vorgelegte Regelung einzuführen. Durch Intervention der Naturschutzverbände konnte dies verhindert werden. Die Politik schloss sich ihren Bedenken an. Auch aktuell haben bereits die Bezirksvertretungen Eving, Innenstadt-West und Scharnhorst der vom Umweltamt erneut vorgeschlagenen Neuregelung widersprochen. Man hoffe, dass das auch eine Mehrheit im Rat so sieht, stellt Thomas Quittek vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) fest.

Schreiben an die Ratsfraktionen

Die Natur- und Tierschutzverbände bitten die Ratsfraktionen deshalb in einem Schreiben, es bei einer generellen Anleinpflicht in den alten Naturschutzgebieten zu belassen und sie zum Schutz von Wildtieren und Menschen auch in den neuen Naturschutzgebieten einzuführen. Es soll aber auch nicht allein bei einem Freilauf-Verbot bleiben. Die Verbände regen die Herausgabe einer Broschüre an, die einen Überblick gibt, auf welchen Flächen im Stadtgebiet Hundefreilauf möglich ist. Ein solcher "Positivplan" würde eher helfen, als der geplante Freilauf auf den Wegen in Naturschutzgebieten, heißt es.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 15.04.20

Kastrationsgutscheine beim Tierschutzverein

Der Tierschutzverein führt eine unbefristete Kastrationsaktion für Katzen und Kater durch. Bedürftige Bürger können sich jeden Montag bis Mittwoch von 10.30 bis 13.30 Uhr Kastrationsgutscheine in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins in der Berswordt-Halle des Stadthauses abholen. Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden. Der Kostenanteil für den Bürger beträgt bei einer Katze inkl. Chip 50 Euro und für den Kater inkl. Chip 35 Euro.

   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 07.08.19

Todesfälle nach Hundekauf im Internet: "Ebay Kleinanzeigen ist das schlimmste Thema"

Der Tod eines Welpen nach drei Tagen ist nur ein trauriges Beispiel für den Tier-Verkauf über Ebay. Der Tierschutzverein warnt. Der Verband für das deutsche Hundewesen gibt Tipps, wie man unseriöse Händler entlarvt.

Wenn beim Tierschutzverein in der Berswordthalle Montagmorgens das Telefon klingelt, schwant Mitarbeiterin Karola Gaidies nichts Gutes. Man habe am Samstag einen Hundewelpen gekauft über..."Ebay Kleinanzeigen" vervollständigt Karola Gaidies den Satz und könnte die Geschichte selbst weitererzählen. Der Hund habe dann angefangen zu kränkeln. Nun gehe es ihm sehr schlecht. Er fresse nicht und stehe nicht auf. Und ob der Tierschutzverein die Tierarztkosten übernehmen könne; denn man habe das Geld selbst nicht mehrm nachdem der Welpe schon 500 Euro gekostet habe.

Karola Gaidies kennt solche Fälle zuhauf: "Für uns ist Ebay Kleinanzeigen das schlimmste Thema, was Hundezüchtung angeht. Die Leute kaufen Welpen oft bei Übergaben auf Autobahn-Raststätten aus dem Kofferraum heraus." Sie frage dann, ob das Tier einen Impfausweis habe. In der Regel Fehlanzeige. Gaidies: "Die Welpen kommen oft mit Krankheiten, die tödlich enden." "Aber der war doch so süß" - auch diesen Satz hat Karola Gaidies schon oft gehört, wenn sie den unbedarften Anrufern die Leviten gelesen hat. Tierschutzverein und der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) warnen immer wieder unisono vor solchen Geschäften über Ebay Kleinanzeigen. Erst jüngst hat eine Dortmunder Familie ihren über Ebay vermittelten Golden-Retriever-Welpen nach nur drei Tagen wieder verloren.

Wie sich herausstellte, hatte das Tier eine Magen-Darm-Infektion und eine viel zu hohe Dosis von Medikamenten und Flohmitteln im Körper. Der Welpe starb trotz Rettungsversuchen. Der Verkäufer selbst hatte ihn einen Tag nach Kontaktaufnahme der Familie vorbeigebracht. Sie wusste so gut wie nichts über die Zuchtstätte und das Muttertier.

Vollständiges Verbot

Vor wenigen Tagen hat der Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, erneut an die örtlichen Tierschutz-Vereine appelliert, Ebay Kleinanzeigen nicht für Tierschutzvermittlungen zu nutzen: "Auf Internetseiten wie Ebay Kleinanzeigen werden Tiere auch zum Verkauf angeboten, teilweise von illegalen Züchtern und Welpenhändlern." Man habe Firmenvertretern von Ebay die Grundsatzkritik mehrfach erläutert, "offenbar jedoch ohne Erfolg". Der Deutsche Tierschutzbund fordert das vollständige Verbot des Handels mit lebenden Tieren über Internetplatformen und hat dazu eine Gesetzesinitiative angeregt.

Online-Anzeigen wolle er "nicht generell verteufeln", sagt dagegen Jörg Bartscherer, Geschäftsführer und Justiziar beim Verband für das Deutsche Hundewesen, sofern sich Züchter und Verkäufer dort registrieren müssten. In Österreich zum Beispiel gebe es strenge Regeln für den Verkauf von Tieren. Wie kann ein Interessent feststellen, ob er es mit einem seriösen Züchter zu tun hat? Man sollte sich auf jeden Fall des Zuchtstätte und das Muttertier ansehen, um zu erkennen, unter welchen Umständen der Welpe gezüchtet wurde, rät Bartscherer. Biete ein Züchter gleich mehrere Rassen an, sei Vorsicht geboten. "Auch ein Verkauf auf dem Parkplatz würde mich stutzig machen."

Preis als Indiz

Weiteres Indiz sei der Preis, so Bartscherer. Lege man die Kosten für die ersten Aufzucht-Wochen, die Impfungen und den implantierten Chip zugrunde, bleibe bei 500 Euro nicht viel übrig für einen seriösen Züchter.

Doch nicht immer sei der Preis ausschlaggebender Hinweis, betont der VdH-Geschäftsführer. Bei der Französichen Bulldogge zum Beispiel, die in Deutschland wegen der hohen Zuchtauflagen kaum angeboten werde, verlangten auch unseriöse Züchter inzwischen deutlich mehr als 500 Euro. Bartscherer: "Da muss die schnelle Verfügbarkeit, ohne Vorgespräch, misstrauisch machen."

     
   
     
   

Stadtanzeiger vom 12.06.19

Kampagne für Tauben

Stadtmitte. Mehr Respekt für Stadttauben fordern Tierschützer. Der Tierschutzverein wirbt bei Oberbürgermeister Sierau für ein tierschutzgerechtes Taubenmanagement. Im Rahmen der Kampagne #RespektTaube hat der Deutsche Tierschutzbund mit dem heimischen Tierschutzverein an die Stadtspitze appelliert, sich für ein konfliktfreies Miteinander von Taube und Mensch stark zu machen. Die Tierschützer zeigen auf, wie durch ein gutes Management der Taubenbestand tierschutzgerecht und nachhaltig reguliert werden kann. Sie wollen mit Vorurteilen und dem negativen Image der Taube aufräumen. Außerdem wollen sie Städte, die mit einer großen Taubenzahl zu kämpfen haben, von einem flächendeckenden Einsatz von Taubenhäusern überzeugen. Diese bieten Nistmöglichkeiten, in denen Eier leicht durch Attrappen ausgetauscht werden können. Dies helfe die Zahl der Tauben dauerhaft zu verringern. Die Tierschützer sind sicher, dass ein Fütterungsverbot keine Lösung darstellt.

     
   
     
   

Ruhr Nachrichten vom 13.05.19

Futterstelle soll gegen die Taubenplage helfen

Das Taubenfüttern ist in Dortmund seit mehr als 25 Jahren verboten, um der Taubenplage Herr zu werden. Eine Futterstelle am Stollenpark an der Bornstraße soll jedoch gerade dagegen helfen.

Nordstadt. 500 Tauben hat Daniela Hons vom Tierschutzverein im Bereich Stollenpark und WEZ an der Bornstraße gezählt. "Es werden immer mehr", berichtete sie am 8. Mai in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Wildtauben sind ein Problem. Deswegen gibt es schon seit 1983 in Dortmund ein Taubenfütterungsverbot.

Trotzdem macht sich der Tierschutzverein für eine Tauben-Futterstelle im Bereich des Stollenparks stark. Das erscheint kurios - aber nur auf den ersten Blick.

Daniela Hons denkt etwa an einen alten Bauwagen als Futterstelle. Dort könne man in den Gelegen die Eier tauschen. In fünf Jahren lasse sich die Population so halbieren. Dr. Matthias Hinz vom Veterinäramt hält die Möglichkeit für "durchaus sinnvoll, um die Population zu regulieren". Zudem sei solch eine Futterstelle nachhaltig, um der Problematik Herr zu werden. Alternativen seien, die Tauben zu vergraulen oder abzuschießen.

Die Politiker blieben zunächst skeptisch. Brigitte Jülich (SPD) wies auf den Taubenkot hin, von dem Gesundheitsgefahren ausgehen. Dorian Marius Vornweg (CDU) erwartet vom Tierschutzverein eine Betreuungsgarantie. Trotzdem brachten die Bezirksvertreter das Projekt auf den Weg. Tierschutzverein und Tiefbauamt sollen nun nach einem Standort suchen. Das WEZ und das unmittelbare Gelände der Jugendfreizeitstätte scheiden dabei nach einem Veto der Eigentümer aus.

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