TierSchutzVerein

GROSS-DORTMUND e.V. seit 1951

Stand vom: 15.04.2022

Die Tiertafel in der Presse

Westfälische Rundschau vom 14.12.22

Ein Herz für Tiere zeigen die Reinoldi-Schüler mit ihrer Spendenanktion

Westerfilde. Der Trainingsraum der Reinoldi-Gesamtschule ist zu Beginn der Adventszeit umfunktioniert worden: Hundefutter, Kaninchen-Streu und Katzenspielzeug stapeln sich auf den Tischen, wo sonst Kinder sitzen, die an ihrem Lernverhalten arbeiten. Grund dafür ist die Spendenaktion der Schulgemeinde zur Weihnachtszeit.

In diesem Jahr rief die Klasse 7b zu dieser Spendenaktion auf. „Im letzten Jahr haben wir uns um die bedürftigen Menschen gekümmert, jetzt sind auch mal die Tiere dran,“ war das Motto, das Taylor als einer der Initiatoren in die Ideen-Box warf. Schon am nächsten Tag nahm Dorit Windmann, die stellvertretende Schulleiterin, Kontakt zur Tiertafel des Tierschutzvereins Groß-Dortmund auf, um in Erfahrung zu bringen, welche Produkte besonders gefragt sind.

Die Antwort lautete: Alles, was das Tier-Herz begehrt! – Insbesondere viele Hunde und Katzen leben mit oder bei Menschen, welche die Tiertafel gern in Anspruch nehmen. Aber auch verletzte Wildtiere, die in einer Kooperations-Einrichtung gepflegt werden, haben wir im Versorgungsprogramm.“ So wurde aus Taylors Idee schnell eine Aktion der ganzen Schule. Flyer wurden kreiert und in der Schule sowie den umliegenden Geschäften verteilt. Auf der Homepage der Reinoldi-Schule wurde zur Beteiligung an der Spendenaktion aufgerufen. Engagierte Eltern posteten auf Facebook den Flyer der Kinder.

Vier Schülerinnen der Klasse 9a schlossen sich ganz spontan dem Projekt an. Sie backen Waffeln, die sie in den Pausen verkaufen, um Spendengelder zu sammeln. Damit soll eine Einrichtung unterstützt werden, in der Tiere bedürftiger Menschen kostenfrei ärztlich versorgt werden.

Auch die Kinder der 7b sind mit Feuereifer dabei: „Sind wieder neue Spenden angekommen?“ fragen sie täglich voller Euphorie im Büro der stellvertretenden Schulleiterin nach. Dort werden die Spenden gesammelt, bevor sie in den Mittagspausen von den 10 ehrenamtlichen Helfern in den Trainingsraum getragen und sortiert werden.

Die Spendenaktion läuft noch bis zum 15. Dezember.

Ruhr Nachrichten vom 07.04.21

Spende statt Geschenke

Der Dortmunder IT-Dienstleister SMF verzichtete auf Weihnachtsgeschenke für Kunden und unterstützt stattdessen vier Einrichtungen mit einer Geldspende: die Obdachlosenhilfe bodo, das Frauenhaus, den Kinderschutzbund und die Tiertafel. „Wir haben uns für diese vier Dortmunder Organisationen entschiedenm weil sie mit ihrer Arbeit jeden Tag Großartiges in unserer Stadt leisten. Bei unserem Kontakt haben wir gemerkt, mit wie viel Herzblut sie alles geben für die Mitmenschen, die auf sie angewiesen sind“, sagt Henrike Simbach, Geschäftsführerin bei SMF, die den Spendenscheck an Tanja Walter, Geschäftsführung bei bodo, übergab.

Ruhr Nachrichten vom 04.03.19

Samtpfoten-Methusalem

Dortmunds wohl älteste Katze ist 29 Jahre alt – und wohnt mit einem dementen Hund zusammen

von Gabi Kolle

Als Rosemarie von Gratowski (67) das etwa fünf Wochen alte, entkräftete Kätzchen aus einer Schrebergartenanlage an der B1 rettete, ahnte sie nicht, wie lange sie mit diesem Tier zusammenleben würde. Maxima ist jetzt 29 Jahre alt und hat damit schon bald doppelt so viele Jahre auf dem Katzenbuckel wie ihre Artgenossen im Durchschnitt erreichen. Vermutlich ist der dreifarbige Persermix damit die aktuell älteste Katze Dortmunds.

„Zähne hat sie nicht mehr“, sagt ihre Halterin, „aber Power. Maxima ist Chefin im Ring.“ Die Wohnung in Eving teilt sich die Katze unter anderem mit Hund Tobias. Der wuschelige Shih Tzu ist auch schon 19 Jahre alt. Die Lebenserwartung seiner Rasse beträgt gemeinhin 10 bis 16 Jahre.

Katze Maxima ist auch heute fit und gesund, bringt fünf bis sechs Kilo auf die Waage. Seit Beginn lebt sie bei Rosemarie von Gratowski nur drinnen im Haus. Als diese Maxima als Katzenbaby mit nach Hause nahm, war Maxima krank, pieselte überall hin. Der Tierarzt diagnostizierte eine Blasenentzündung und schätzte das Kätzchen auf vier bis fünf Wochen. Viel zu früh, um von der Mutter getrennt zu sein.

Mit Marotten

Rosemarie von Gratowski päppelte Maxima mit Katzenmilch auf. „Sie hat sich gut entwickelt.“ Maxima ist sehr auf ihr Frauchen bezogen und hat ihre Marotten. „Wenn sie meint, dass etwas nicht nach ihrem Kopf geht, schreit sie und wird sehr laut“, erzählt ihre Dosenöffnerin. Maxima frisst am liebsten Feuchtfutter mit Soße. Trockenfutter kann sie wegen der Zähne nur schlecht fressen.

Pflegeleicht sei sie, sagt ihre Halterin, und sie vertrage sich mit allen, auch dem Hund ihres Sohnes – solange man sie als Alphatier akzeptiere: „Hier haben alle den Rückwärtsgang“. Fühlt sie sich herausgefordert, setzt sie sich hin wie ein Känguru und knallt dem Gegner eine. „Das ist ihre Technik“, sagt Rosemarie von Gratowski. Eine Behandlung beim Tierarzt ist nur unter Narkose möglich.

Gegenüber Shih Tzu Tobias ist Maxima gnädig. „Sie übt bei Tobias keine Dominanz mehr aus. Er kapiert das nicht mehr,“ erzählt sein Frauchen; denn Tobias habe Alzheimer, Stufe 2. Das Hündchen weiß manchmal nicht mal mehr, wie man sich umdreht. Auch wenn er das Katzenklo mitbenutzt, sei er viel pflegeintensiver als Maxima.

Auch Tobias hatte denkbar schlechte Startvoraussetzungen ins Leben. Rosemarie von Gratowski holte ihn mit elf Monaten aus dem Tierheim in Gelsenkirchen. „Er war hochgradig bissig und ist trockener Alkoholiker“, erzählt sie. „Er wurde aus einem Junkie-Haushalt mit Alkoholkonsum beschlagnahmt. Wenn er auf kaltem Entzug war, wie im Tierheim, war er bissig. Man darf keinen Alkohol für ihn erreichbar stehen lassen. Er trinkt jede Flasche leer.“

Rückgaberecht zugesichert

Zudem war Tobias Hüfte beschädigt. Kaputtgetreten. „Da war Angriff für ihn die beste Verteidigung.“ Wegen seiner Bissigkeit auch gegenüber anderen Hunden wollte das Tierheim ihn einschläfern lassen. Rosemarie von Gratowski nahm ihn mit („Da muss mich der Deubel geritten haben“), ließ sich aber eine dreimonatige Rückgabegarantie zusichern.

Sie erkannte schon damals: „Tobias hat keinen schlechten Charakter.“ Doch er hat es ihr nicht leicht gemacht. Jeder Tag sei ein Kampf für ihn gewesen. Er bekam Valium, Bachblüten und Rescue-Tropfen zum schleichenden Entzug. Er hat sein Frauchen häufiger in die Hacken gebissen. Sie ist mit ihm zur Hundeschule gegangen, und er hat sich an ihrem damaligen Ersthund Teddy, einem Cavalier-King-Charles-Spaniel, orientiert. „Den Teddy hat er gemocht.“

Auch gegen Katzen hat Tobias nichts. „Er kannte sie, weil das Tierheim ihn, getrennt von den anderen Hunden, neben das Katzenhaus gesperrt hatte.“

Futter von der Tiertafel

Heute ist Teddy nahezu blind, taub und hat Herzprobleme. „Er kriegt Tabletten“. Und frisst gut. Das Futter kommt wie für Maxima zum Teil von der Tiertafel des Tierschutzvereins. Dafür ist Rosemarie Gratowski, der es wirtschaftlich schon mal besser ging, dankbar. Und sie ist begeistert vom Engagement der langjährigen Tierschutzvereinsvorsitzenden Erika Scheffer (80). „Sie hat mir immer geholfen, wenn was war.“

Erika Scheffer, die kürzlich bei der Tiertafel einsprang, war das hohe Alter von Maxima im Buch der Futterausgabe aufgefallen. Da staunte die Tierschutzvereinsvorsitzende nicht schlecht. „Das ist die älteste Katze bei der Tiertafel.“ Aktuell sieht es so aus, dass Maxima noch eine Weile Kundin bleibt.

Die älteste Katze, die ja gelebt hat, soll die Hauskatze Creme Puff aus Texas gewesen sein. Sie starb erst mit stolzen 38 Jahren.

Ruhr Nachrichten vom 23.08.17

Sparkasse hilf Tierschützern beim Helfen

Der Tierschutzverein Groß-Dortmund versorgt seit 2008 Tierhalter mit ihren Tieren einmal im Monat mit Futter. Die Sparkasse Dortmund unterstützt diese Arbeit mit 5000 Euro. Gestern übergab Thomas Siebert, Firmenbetreuer der Sparkasse, symbolisch den Betrag. Sehr zur Freude von Erika Scheffer, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins und Mitarbeiterin Ilona Pusch, die so 167 Katzen und 84 Hunde vier Monate lang unterstützen können..

WAZ vom 04.02.15

Tiertafel sorgt für Futter

„Seit sieben Jahren und einmal im Monat“

Schlange stehen sie, bis auf die Straße, mit Rollkoffern, Bollerwagen, Sporttaschen. Ja, es gibt etwas umsonst. Aber nicht für die Anstehenden. Sondern für ihre Haustiere.

Seit 2008 gibt es die Tiertafel, organisiert vom Tierschutzverein Dortmund, erst in der Berswordt-Halle und seit fast drei Jahren in der Nordstadt: in der Garage der Tierschutzvereins-Vorsitzenden Erika Scheffer und ihrer Tochter Ilona Pusch. Tierfutter gibt es dort einmal im Monat für Bedürftige, die Menge variiert je nach Größe des Tieres.

Die durchschnittliche Wochenration für ein Tier: sieben Dosen Nass- und Kilogramm Trockenfutter. „Wir haben hier bei der Tiertafel 77 Hunde und 158 Katzen“, sagt Pusch. Verteilt auf 108 registrierte Teilnehmer. „Manchmal sind es 60 bis 70 Leute, die draußen stehen und warten.“

Lager ist voll

Klein angefangen hatte die Tiertafel jetzt, nach sieben Jahren, ist das Lager an der Zimmerstraße 41 voll: Pedigree, Kitekat, Frolic, Sheba, Whiskas. Manches kommt umsonst, von der Dortmunder Tafel, Tierärzten oder Großhändlern, anderes wird gekauft.

„Vieles kommt auch von Bürgern“, sagt Pusch. „Da ist das Haustier gestorben und die wollen das Futter und alles andere nicht wegschmeißen.“ Doch es gebe auch anderes bei der Tiertafel, nicht nur Futter, sagt Erika Scheffer. „Halsbänder für große Hunde, Halsbänder für kleine Hunde, Geschirr, Leinen, Spielzeug, Kratzbäume, Transportboxen.“

Jeder Besucher bekommt das Futter für seine Tiere und zusätzlich zwei der Extras. „Manchmal muss man den Leuten dabei auf die Finger hauen“, sagt Scheffer und lacht verschmitzt. Betrug habe es ebenfalls gegeben: Teilnehmer, deren Tier schon lange tot war, und die das Futter teuer weiterverkauften.

So gibt es eine Liste, in der die Teilnehmer eingetragen sind, mit Name, Adresse und Haustier. „Seit ein paar Monaten machen wir auchh Kontrollfahrten“, sagt Pusch. Ebenfalls nachgewiesen werden muss die Bedürftigkeit der Teilnehmer via Dortmund-Pass oder ähnlichem. Die meisten der Tiertafel-Besucher kennen die Organisatoren jedoch mit Namen, sind per Du, plaudern über dies und das, während im Hintergrund das Futter in die mitgebrachten Transporthilfen geschafft wird.      HS-

Öffnungszeiten

Insgesamt eine bis zwei Tonnen Futter sind im Lager

Immer von 15 bis 18 Uhr ist die Tiertafel am letzten Freitag im Monat geöffnet.

City-Anzeiger 01.08.2012

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RN-Kinderseite 28.07.2012

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Dortmunder Zeitung im Juli 2012

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Westf. Rundschau im Juli 2012

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